Zwischen den Ebenen

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3 Impulse zur Erleichterung deines kommunikativen Alltags als Patchworkmama

Als kleines Mädchen habe es geliebt, Märchen vorgelesen zu bekommen. In diesen Momenten war ich in einer Zauberwelt. In dieser Welt konnte ich alles sein, was ich mir nur vorstellte. Ich hatte weder Angst noch verließ mich der Mut bei anstehenden Prüfungen. Ich lebte für diese Zeit in dieser Fantasiewelt und alles war möglich.

War die Geschichte dann zu Ende, dann spürte ich oft noch den Zauber. Dann tanzte ich als Ballerina durch unsere Küche oder setzte mich als Prinzessin auf mein Bett – was in dem Moment meine Burg war. Ich lebte sozusagen im realen Leben meine Fantasiewelt aus.

Meistens ging das solange bis mir ein Erwachsener sagte, dass das ihr nicht der Märchenwald war. Mit diesem Satz landete ich im Hier und Jetzt.


Welche Ebenen gibt es?

So wie im Fantasieland gibt es auch im wirklichen Leben verschiedene Welten. Dabei reden wir dann von Ebenen, auf die wir bewusst oder unbewusst wechseln können.

Gerade in der Kommunikation ist es wichtig diese Ebenen zu kennen.

Warum? 

Weil unsere Bedürfnisse auf bestimmten Ebenen gehört und somit auch erfüllt werden können. Jede Ebene hat ihre Sprache. Der Sender und auch der Empfänger hören dann auf der individuellen Ebene das heraus, was diese Ebene betrifft. Als Vergleich ist das so, als würden wir pro Ebenen eine eigene Sprache haben. Entweder sprechen wir alle deutsch oder einer spricht französisch mit uns. Das da Kommunikationsstörungen entstehen können, steht außer Frage. Verhindert werden kann das, wenn wir uns der jeweiligen Ebene bewusst sind.

Sei es die Arbeitsebene und die private Ebene. Sei es die Freundschaftsebene oder die Bekanntschaftsebene.

In Familien gibt es zusätzlich die Paar- und die Elternebene. Beide Ebenen werden von den Elternteilen ausgefüllt. Das Besondere ist, dass diese beiden Ebenen unterschiedliche Anforderungen haben.

Auf der Paarebene werden Themen besprochen, die die Eltern als Paar betreffen. Sei es, das als Liebespaar der kommende Urlaub geplant wird. Oder als Vertraute sensible Themen besprochen werden. Auf dieser Ebene dreht es sich um alle Bedürfnisse und Wünsche, die die Eltern als Paar haben. Demzufolge werden sanfte Töne bei sensiblen Themen angeschlagen oder auch mal kräftige Töne bei ernsten Themen.

Auf der Elternebene dreht sich alles um die Kinder. Das bedeutet, dass die Eltern in diesem Raum alles was die Kinder betrifft besprechen können. Das bedeutet nicht ‚mit‘ den Kindern, sondern ‚über‘ die Kinder. Termin für den nächsten Zahnarztbesuch, die Kontrolle der Hausaufgaben oder die Übernachtung bei Freunden. Alles was dem Kind gut tut oder schaden kann, wird auf dieser Ebene ausdiskutiert und verhandelt. Jeder darf seine Wünsche und Bedenken äußern und der andere Elternteil hört aufmerksam zu. Am Ende gilt es eine gemeinsame wertschätzende Lösung zu finden, bei der sich sowohl die Kinder wie auch die Eltern wohl fühlen.

Ein vermischen der Ebene ist schädlich für ein gelingendes Miteinander. Werden auf der Elternebene Lösungen für ein Paarproblem gesucht, ist das Finden fast unmöglich. Andersrum können keine Erziehungsthemen auf der Paarebene förderlich und konstruktiv besprochen werden.


Zwischen den Ebene

In einem Familienalltag von reinen Ursprungsfamilien, also wo die leiblichen Eltern mit ihren Kindern unter einem Dach leben, werden ebenso die Ebene gewechselt, wie bei Patchworkfamilien.

Da wird während des Abendbrotes als Paar der neue Tag besprochen und im Anschluss mit den Kindern auf Elternebene die Hausaufgaben. Der Wechsel zwischen diesen Ebenen wird nicht mit einem Paukenschlag eingeläutet. Niemand fühlt sich benachteiligt oder angegriffen. Es ist total normal.

Hingegen ist das bei Patchworkfamilien dann doch etwas anders. Warum? Wenn du als Patchworkmama mit deinem Ex-Partner die Umgangsregelungen besprechen willst, dann befindest du dich auf der Elternebene. Schließlich ist euer gemeinsames Kind das Einzige, was euch noch verbindet. Somit ist das auch die Ebene auf der ihr euch öfters befindet.

Im Umkehrschluss beutet das, dass ihr eure verletzten Gefühle nicht in diesen Momenten um die Ohren hauen könnt. Denn damit verhindert ihr das Finden von konstruktiven Umgangslösungen. Ihr streitet stattdessen – wer mehr Schuld hat an der Trennung und verliert damit das Wohl eures Kindes aus den Augen.


Immer entscheiden wir

So, wie mir als kleines Mädchen Geschichte vorgelesen wurden und ich mich in der Fantasiewelt vergnügen konnte, so können wir auch in den oben genanten Ebenen Freude oder Trauer erleben. Auf welcher Ebene wir uns unsere Bedürfnisse erfüllen – das liegt klar an uns. Wir entscheiden, auf welcher Ebene wir uns mit unserem Gegenüber unterhalten. Wir entscheiden, auf welcher Ebene wir uns mit unserem Gegenüber verabreden. Wir entscheiden.


Meine Impulse für deinen Alltag als Patchworkmama

1. Impuls

Je klarer du dir über die einzelnen Ebenen bist, desto klarer kannst du mit deinem Gegenüber kommunizieren.

2. Impuls

Je klarer du dir über die einzelnen Ebenen bist, desto klarer kannst du deine Gefühle wahrnehmen und benennen.

3. Impuls

Je klarer du dir über die einzelnen Ebenen bist, desto klarer kannst du deine Bedürfnisse spüren, aussprechen und erfüllen.


Wenn du dir  Hilfe und Unterstützung wünscht, dann melde dich bei mir.

Sowohl per Email als auch persönlich bin ich als Unterstützung für dich da.

Das Miteinander darf leicht sein und Kommunikation auch!

Sonnige Grüße

Jana

Bildquelle: www.pixabay.de

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