Wie geht Mut?
Ich habe das Gefühl, dass die ganze Sichtweise dazu einseitig und oft mit dem Thema Angst gekoppelt ist. Und ja, zum Mut gehört die Angst. Aber nicht, weil wir warten, dass sie vorbeigeht. Sondern weil wir ins Tun kommen mit der Angst.
Was ist dann Angst? Angst kann entstehen oder vorhanden sein aus verschiedenen Gründen oder Erfahrungen. Sei es, weil wir in eine Situation geraten sind, die uns unangenehm war. Sei es, dass wir Worte gehört haben, die uns nun abschrecken. Die Hintergründe sind vielfältig. Bedeutet auch, dass ein jede von uns individuelle Angst und Unsicherheit hat.
Wenn ich mich traue, eine Rede vor 500 Menschen zu halten, heißt das nicht, dass es für dich ebenso einfach ist.
Dafür hast du keine Furcht damit, im Hochseilgarten ganz oben unterwegs zu sein und für mich bedeutet das eine große Überwindung.
Diese Beispiele machen deutlich, dass das Thema so individuell ist wie wir Menschen. Es lohnt sich gar nicht, einander dahingehend zu vergleichen oder zu belächeln. Auf diesem Gebiet geht ein jede ihren Weg und wir sollten uns einander anfeuern und unterstützen.
Also, wie funktioniert dann Mut?
Mut geht so, indem wir Dinge tun, die wir ausprobieren und erleben wollen – trotz der Angst, die bei uns ist. Angst ist immer ein Freund. Sie will uns nicht abhalten. Sie will uns beschützen. Sie will nicht, dass wir passiv werden, sondern achtsam.
Also, egal was du vorhast oder erleben willst. Warte nicht, bis die Angst verschwindet, das wird sie nicht. Tu es mit ihr. Kleine Schritte. Achtsam. Bewusst. Jeden Tag ein bisschen. So lernst du mit der Angst Strategien zu entwickeln, um deine Wünsche und Ziele in deinem Leben umzusetzen.
Wie gehts dir mit dem Thema?
Alles Liebe,
Jana

