Gegendruck

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Druck erzeugt Gegendruck. Kennt jede von uns. Weiß jede von uns. Und doch sind wir überrascht, wenn wir dann in Situationen sind, in denen wir genau das zu spüren bekommen.

Wir wollen pünktlich das Haus verlassen, das Kleinkind will sich partout die Schuhe nicht anziehen. Wir werden nervös und laut. Das Kind auch. Am Ende weint einer, und wir sind es nicht.

Wenn wir uns ein schönes Weihnachtsfest wünschen. Jetzt und sofort. Dafür richten wir alles her. Kochen wie kleine Weltmeister. Sind angespannt. Wenn dann der Tannenbaum nicht exakt so aussieht, wie auf dem Flyer, dann platzen wir. Als Gegenreaktion wird unser Partner laut und die Kinder weinen, weil sie glauben nun kommt der Weihnachtsmann erst recht nicht.

Das alles sind bekannte Patt Situationen, wo wir uns im Nachhinein fragen, wie konnte uns das passieren. Wir, die wir doch so achtsam sind und Harmonie lieben. Vielleicht liegt da der Hase im Pfeffer. Vielleicht.

Da wir uns nun also immer vornehmen, in der nächsten Situation entspannter zu sein, hab ich eine Idee mitgebracht.

Eventuell bedeutet die Einleitung im Umkehrschluss, dass Gelassenheit Gegengelassenheit erzeugt. Frei nach dem Motto, wenn ich mir meine Druckstellen anschauen und diese in Entspannung umwandele, dann kann gar kein Gegendruck entstehen, weil ich meinen ja gar nicht dabei hab.

Des Weiteren bedeutet das, dass wir weder ängstlich noch angespannt auf zukünftige Situationen schauen, sondern jetzt – hier und gleich – uns in Gelassenheit üben, indem wir den Moment nehmen, als das, was er ist. Ein Moment von vielen. Ohne Bewertungen und Verwertungen. Einfach nur, ein Moment in unserem Leben. Als Ausdruck von unserem Miteinander.

Und wenn du jetzt lachst und denkst, einfacher gesagt als getan, dann lächle ich zurück und sage: „Ne, genau so einfach ist. Das Komplizierte machen wir.“

Es heißt doch, das, was wir aussenden, kommt zurück. Und so wie andere uns wahrnehmen, so entspannter oder angespannter sind sie.

Wie gesagt, ich hab keine Ahnung von Physik, doch das klingt irgendwie logisch.

Alles Liebe,

Jana