Welches Satzzeichen ist dein Liebling? 

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Der Satz.

Laut Wikipedia: eine, in sich gegliederte, zusammenhängende sprachliche Äußerung. Es existieren 200 Definition von: Was ist ein Satz. Das hier auszuführen würde den Blog sprengen und liegt auch nicht im Interesse diesen. Deshalb endet hier die Definition.

Es gibt Hauptsätze und Nebensätze. Lange Sätze und kurze. Einfache Sätze und zusammengesetzte. Es gibt Schachtelsätze. Stirnsatz, Kernsatz und Spannsatz gibt es auch noch. Der Unterschied bei diesen Sätzen liegt in der Verb – Stellung. Steht das Verb an erster Stelle, dann ist es ein Stirnsatz (Beispiel: Schreibst du schon? Schreib jetzt!) Beim Kernsatz steht das Verb an zweiter Stelle (Beispiel: Ich schreibe jetzt diesen Beitrag) und beim Spannsatz steht das Verb am Ende und leitet den Nebensatz ein (Beispiel: Wenn ich diesen Beitrag geschrieben habe, mache ich Frühstück).

Das alles läuft unter dem Thema Grammatik. Nicht gerade sehr prickeln und meist kompliziert und doch wichtig, wollen wir unsere Kommunikation stärken, fördern und verbessern.


Kennst du die Alltagssätze?

Im Alltag gibt es drei Sätze, die uns häufig begegnen und die wir ebenso häufig verwenden.

Den Aussagesatz –  mit dem PUNKT am Ende.

Den Fragesatz – mit dem FRAGEZEICHEN am Ende.

Die Aufforderung  – mit dem AUSRUFEZEICHEN am Ende.

Die Einfachheit bestimmt ihren Umgang. Die Erkennung dieser Sätze liegt am Ende. Am Satzzeichen. Schließlich leiten wir unsere Gespräche nicht damit ein: „Ich stelle dir nun eine Frage“ oder „Jetzt folgt eine Aufforderung an dich“. Oft ergibt sich der Satz und die damit verbundene Aussage anhand des Saatzeichens. Während wir in der schriftlichen Form sichtbar den PUNKT, das FRAGEZEICHEN oder AUSRUFEZEICHEN platzieren, ist es in der mündlichen Form etwas schwieriger. Eine Leuchtreklame erfolgt nicht am Himmel und macht dem Gesprächspartnern klar, um was es sich hier gerade handelt.


Wie machst du deine Aussage mündlich erkenntlich?

Jeder von uns kennt diese Elternsätze: „Ich frage dich noch einmal, …“ oder „Ich habe dir gerade eine Frage gestellt …“ Damit wollen wir unserem Satz Ausdruck oder sogar Nachdruck verleihen. Manchmal klappt das auch.

Wie nun den Satz sichtbar und vor allem hörbar machen, ohne ihn selber mit einem Satz einzuleiten? Damit unser Gegenüber weiß, welchen Satz wir eben gesprochen haben, spielen wir mit unserer Stimme und Gestik & Mimik. Bei einer Frage heben wir die Stimme am Ende des Satzes. Dazu erfolgt eventuell die Gestik der hochgezogenen Augenbraue und eines offenen Blickes. Bei einer Aufforderung senkt sich die Stimme am Ende, ebenso bei einem Aussagesatz. Ein Unterschied zwischen den beiden Sätzen kann die Gestik sein. Wird bei einem Aufforderungssatz viel mit den Händen gestikuliert, kann bei einer einfachen Aussage, dass alles ohne Gestik ablaufen. Jeder hat das so seine individuelle Note, mit der diese Sätze klar und deutlich werden. Und doch passieren immer wieder Kommunikationsstörungen, weil wir nicht klar das Satzzeichen am Ende sprechen.


Welches Satzzeichen ist dein Liebling?

Meine Lieblingsfarbe ist grün. Sie sticht mir aus allen Farben immer wieder hervor. Wenn ich male, dann greife ich zuerst zu grün und bastle die anderen Farben herum. Mit Grün fühle ich mich wohl.

So wie mit den Farben, kann es sein, dass du ein Lieblingssatzzeichen hast.

Wenn es das Fragezeichen ist, dann wirst du deine Aussagen oft in Fragen verpacken.

Ist es dagegen der Aussagesatz, dann gehst du mit deiner Stimme am Ende des Satzes vermutlich runter. Wirst eventuell leiser und somit werden deine Fragen kaum erhört.

Sprichst du deine Botschaften stets als Appell, dann wird das Ausrufezeichen dein Liebling sein. Liebesbekundungen mit diesem Satzzeichen hören sich weniger schön an.

Ist das schlimm, wenn jeder von uns ein Lieblingssatzzeichen hat? Grundsätzlich ist nichts schlimm oder das eine besser wie das andere. Und doch können Störungen entstehen, wenn du stets nur ein Satzzeichen benutzt und auf diese Art alle deine Sätze beendest.

Warum?

Weil Aufforderungen als Frage formuliert, nicht als Aufforderung ankommen. In diesen Gesprächen hat dein Gesprächspartner immer die Wahl, da du sie ihm mit deiner Frage lässt. Am Ende ist dann die Frau beleidigt, weil der Mann doch nicht früher nach Hause kam oder die Mama sauer, weil das Kind doch den Sand gegessen hat.

Ebenso verwirrend ist, wenn alle deine Sätze mit einem Punkt enden – du also deinem Gesprächspartner nicht klar vermittelst, was jetzt gerade eine Frage war und was eine eindeutige Aussage. Direkt Aufforderungen in’s Tun zu kommen, gehen ebenso in deiner Kommunikation unter.


Sei dir klar, was du sagen willst

Klarheit hilft bei der Verständigung.

Klare Satzzeichen unterstützen das Gespräch.

Klarheit sorgt dafür, dass deine Botschaft so beim Empfänger ankommt, wie du sie abgesendet hast.

Natürlich können trotzdem Störungen auftreten, die zu Unstimmigkeiten oder Missverständnissen führen. Allerdings ist das Risiko, bei klar verwendeten Satzzeichen, minimiert.


Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken, Ausprobieren und Erleben.

Für kleine Hilfestellungen in der Umsetzung kannst du dich jederzeit an mich wenden.

Sowohl per Email als auch persönlich bin ich als Unterstützung für dich da.

Das Miteinander darf leicht sein und Kommunikation auch!

Sonnige Grüße

Jana

Bildquelle: www.pixabay.de

4 Gedanken zu “Welches Satzzeichen ist dein Liebling? 

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