Die Kommunikationskomfortzone

KommuKomfortzone

Was haben diese beiden Begriffe gemeinsam? Richtig, den selben Anfangsbuchstaben. Ich mag das K, da es so schöne Worte gibt, die mit K beginnen und im Spass enden. Zum Beispiel: Kochen, Klettern, Kaffee, Kuchen, Klatschen, Küssen, Kitzeln oder eben Kommunikation und Komfortzone. Das eine kannst du verlassen und das andere beleben. Was in welcher Reihenfolge – deine Entscheidung.

Ich jedenfalls möchte meine Komfortzone stetig zum Platzen bringen und meine Kommunikation erweitern. Wie dir das auch auch gelingen kann, dafür habe ich die Einladung von Christine Winter zu dieser Blogparade angenommen. Auf www.Stille-Stärken.de findest du alle Artikel rund um das Thema Blogparade „Komfortzone verlassen? Oder lieber doch nicht?!“


Gibt es eine Kommunikations-Komfortzone?

1. Was ist Kommunikation?

Kommunikation ist der Austausch von Informationen zwischen mindestens zwei Person. Eine Mitteilung, die vom Sender zum Empfänger geschickt wird, in der Hoffnung das dieser die Nachricht genauso so entschlüsselt, wie sie abgeschickt wurde. Antwortet der Empfänger auf diese Nachricht, dann wechselt er die Position und wird zum Sender. Daraus wird erkenntlich, dass die Kommunikation ein Kreislauf aus Aktion und Reaktion ist. Und nicht linear – wie viel denken.

Verlässt die wütende Ehefrau den Raum, ist die Kommunikation nicht beendet – nur unterbrochen. Warum? Im nächsten Kontakt, im nächsten Miteinander der beiden, wird genau da angeknüpft, wo die Kommunikation vorher unterbrochen wurde. Mit all den Gefühlen, gesagten und nicht gesagten Wörtern.

Wird das enttäuschte Kind beschwichtigt und in sein Zimmer geschickt, dann wird beim Abendbrot genau da weitergemacht, wo der Bruch in der Kommunikation, in der Beziehung war. Das bedeutet, dass Kind ist immer noch enttäuscht, jetzt vielleicht sogar sauer, weil es sich nicht gehört fühlt. Die Eltern können die Trauer immer noch nicht aushalten, sind nun wieder mit  dieser konfrontiert und aus der Ohnmacht heraus kann entstehen: Wut, Zorn, Ärger. Die Spannung am Tisch ist kaum auszuhalten und entlädt sich oft in Türen knallen und verletzenden Worten.

2. Was ist eine Komfortzone?

Das ist der Bereich in dem wir uns am wohlsten und sichersten fühlen. Sei es auf dem Sofa oder im Bett oder im Wald oder …! Ein weiterer Bereich der dazugehört ist unser Tätigkeitsfeld. Das heisst, in dem was ich tue fühle ich mich wohl und sicher. Sei es auf der Arbeit, im Sportverein oder im Lieblingscáfe. An all diesen Orten kenne ich die Leute, die Gegebenheiten, das Drumherum. Diese Gesamtheit gibt mir Sicherheit und Geborgenheit zum entfalten meiner Möglichkeiten.

3. Was ist eine Kommunikations-Komfortzone?

Dieser Bereich ist dadurch gekennzeichnet, dass der Kommunikator immer auf dieselbe Art und Weise kommuniziert. Dazu gehört, dass bei Gesprächen immer dieselben Worte gewählt werden, die selbe Tonlage, die stetig gleichen Witze. Konflikte werden immer mit Schweigen oder endlosen Diskussionen gelöst. Über Gefühle wird entweder gar nicht oder zu viel gesprochen. Die Kommunikationskomfortzone ist sicher, da der Sprecher weiß:

  • was zu tun ist, um gehört zu werden
  • wie Konflikte gelöst werden können
  • welche Situationen gut zu meistern sind
  • welche Situationen es gilt zu vermeiden
  • welche Funktion ein Zuhörer hat
  • wie der Umgang mit Ratschlägen zu gestalten ist

Kommunikationskomfortzone verlassen oder lieber bleiben?

Der Mensch per se ist gekennzeichnet durch Bequemlichkeit. Es muss einiges geschehen, damit diese Bequemlichkeit aufgegeben wird. Meistens ist es am Ende eine große Katastrophe die uns zum handeln zwingt. Sei es die Trennung vom Partner, der Jobverlust oder eine schlimme Erkrankung. Das es soweit nicht kommen muss, dass wissen irgendwie alle, doch machen tun die wenigsten im Vorfeld was.

Würde vor der Katastrophe mal eine Bestandsaufnahme gemacht werden:

  • was läuft gut, was weniger
  • welche Bedürfnisse habe ich und werden diese genährt
  • welches Gefühl ist am häufigsten in mir vorhanden
  • reden wir wirklich miteinander

wäre das Erwachen am Ende wirklich entspannter.

In der Kommunikation kann das dann wie folgt aussehen:

  • das wir in Konflikte immer die selben Wörter nutzen, ohne zu merken, dass diese verletzend sind
  • das wir in traurigen Momenten einfach den Mund halten
  • das wir im Zuhören immer nebenbei eine SMS schreiben
  • das wir mit Ratschlägen auf jeder Party erscheinen
  • das wir unsere Bedürfnisse weder wahrnehmen, noch eindeutig benennen dürfen

Klar ist, was wir kennen macht uns sicher. Aus dieser Sicherheit heraus meistern wir den Alltag, mit all seinen Tücken. Das ist gut so, denn Freud sagte schon, dass diese Mechanismen wichtig sind, um zu überleben.

Frage: Was würde passieren, wenn du deine Kommunikationskomfortzone verlassen würdest? Was würde passieren, wenn du diese erweiterst und ausbaust? Wenn du wirklich zuhörst und Nebentätigkeiten unterlässt? Wenn du, statt Ratschläge verteilst, die Gefühle deines Gegenübers aushältst? Deine Gefühle bewusst wahrnimmst und das dahinterliegende Bedürfnisse erkennst? Mit Wertschätzung nur so um dich schmeisst?

Ich vermute, dann würdest du dich besser kennenlernen. Daraus entsteht dann eine positive Kraft, die du im Miteinander zeigen kannst. Indem du wertschätzend kommunizierst und den anderen mit seiner Perspektive achtest. Indem du deine Gefühle zulässt und die deines Gegenübers aushältst. Indem Bedürfnis kein Fremdwort für dich ist und du lieber Bitten statt Forderungen äußerst.

Traust du dich deine Kommunikationskomfortzone zu verlassen, dann hast du die Chance auf Wachstum. Für dich und für den Rest der Welt. Und ganz ehrlich, fühlt sich dieser Gedanke nicht großartig an?


Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken, Ausprobieren und Erleben.

Für kleine Hilfestellungen in der Umsetzung kannst du dich jederzeit an mich wenden.

Sowohl per Email als auch persönlich bin ich als Unterstützung für dich da.

Das Miteinander darf leicht sein und Kommunikation auch!

Sonnige Grüße

Jana

3 Gedanken zu “Die Kommunikationskomfortzone

  1. teekay1st schreibt:

    Die Komfortzone verlassen, das sollten wir viel öfter tun. Der Gedanke, dass wir uns auch sehr gerne in der Kommunikations-Komfortzone aufhalten ist interessant, anregend, sich in dieser Welt von Reizen von außen auf unseren Gegenüber bedingungslos einzulassen ist ein Rat, den jeder gebrauchen und beherzigen sollte und kann. Beruflich führe ich den ganzen Tag über viele Gespräche, Meetings… Besprechungen, die dann effektiv und zielführende werden, wenn wir alle Dinge verbannen, die uns ablenken, ein erster Schritt. Deine Ausführungen, die hoffentlich von vielen beherzigt werden, werden uns helfen bessere Gespräche zu führen und wertschätzender mit anderen umzugehen, sei es beruflich oder privat.
    Danke für Deinen Post

    Gefällt 1 Person

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