Authentisch Kommunizieren – 3 Ideen wie dir das gelingen kann

Ich rede viel. Ich rede laut. Ich rede schnell. In privaten Gesprächen ist das ok. Entweder spreche ich mit Freunden, die mich kennen und somit um meine Redegeschwindigkeit wissen. Oder ich rede mit Unbekannten. Sie heben dann eine Augenbraue oder fragen nach. Alles ein Zeichen für mich: ‚Mach mal etwas langsamer‘.

Wenn ich telefoniere, dann habe ich ebenso eine rasante Art meine Mitteilungen durch den Hörer zu schicken. Oft ernte ich dafür ein „Äh?“

Schwieriger wird es für mich, wenn ich Seminare gebe oder Vorträge halte. Meist vor einer größeren Gruppe spreche ich über mein Lieblingsthema: die wertschätzende Kommunikation. In diesen Momenten achte ich mehr auf den Inhalt meiner Botschaft, als auf die Art und Weise der Übertragung. Das bedeutet, dass ich in diesen Situationen sehr schnell mein Wissen preisgebe. Zuzüglich meiner Nervosität nimmt meine Redegeschwindigkeit Höchstgeschwindigkeit auf. Für ungeübte Zuhörer ein Graus. Da ich dass weiß, versuche ich mich in dieser Situation selber zu drosseln. Allerdings wirkt das dann laienhaft komisch. Wenn ich mich zwinge langsam zu sprechen, kommt meine Botschaft mit verzerrter Stimme beim Gegenüber an. Ich bezweifle, dass dieser meine Information überhaupt wahrnimmt – so sehr wird der Transportweg beobachtet.


Jeder ist anders und das ist gut so

Ich kenne Redner und Chefs die extra langsam reden, weil sie meinen, dann besser verstanden zu werden. Sehen sie davon ab, dass ihre Angestellten sie für total bescheuert halten, wird das Ziel eventuell erreicht.

Dann gibt es die Gesprächspartner, die sich versunsichern lassen – von sich selbst. Von dem roten Kopf, den sie im Vortrag bekommen. Das Stottern, wenn der Chef zum Gespräch lädt. Das nervöse Augenzwinkern, wenn der Partner ein ernstes Wort sagen will.

In diesen Momenten wirken die Gesprächspartner zwar authentisch, allerdings ist ihnen das so unangenehm, dass sie genau das zu überspielen versuchen. Mit lautem Lachen oder wilden Gesten. Dadurch wirkt die ganze Situation mehr wie skurril und jeder im Raum fragt sich: Was tut er/sie da?

Ganz spannenden sind auch die Menschen, die den Kommunikationsstil von anderen kopieren. Sei es von Politikern, weil sie dann intelligenter wirken. Sei es von Speakern, weil sie dann gebildet wirken. Sei es von den eigenen Eltern, weil sie dann autoritärer wirken.

Egal wen sie kopieren – sie kopieren. Das ändert nichts an der Tatsache, als das sie alles sind – aber nicht authentisch.

Jede Kommunikation ist eine Verbindung zwischen zwei oder mehren Personen. Genau in dieser Verbindung wünschen sich Gesprächspartner eins – Echtheit. Sich zeigen. Mit Worten. Das ausdrücken, was einem im Inneren beschäftigt. Das sagen, was einem auf dem Herzen liegt. Sich zeigen, mit all der Vielfalt die in uns steckt.

Was wäre das Miteinander wert, wenn wir in solchen Momenten nicht echt sind? Wo bleibt da die Wertschätzung? Sich selbst gegenüber und dem Gesprächspartner?

Die Antwort darauf, darf jeder für sich selber finden.


Meine 3 Ideen für deine authentische Kommunikation

1. Impuls: Nimm dir Zeit 

Kommunikation bedeutet, sich in diesem Moment auf sein Gegenüber einzulassen. Zuzuhören und lauschen, was den anderen bewegt. Gleichzeitig zeigst du dich. Mit deinen Wünschen und Gedanken. Egal zu welchem Thema. Wenn du nun zwischen Tür und Angel deine Botschaft senden möchtest, wird diese anderes wahrgenommen, als würdest du dir Zeit nehmen zum Senden. Demzufolge wirkst du auch ganz anders. Gestresst. Hektisch. Leise. Laut. Benutzt vielleicht viel deine Hände oder gar nicht. Die Chance, dass du authentisch kommunizieren kannst – unter Zeitdruck – ist gering. Im Umkehrschluss bedeutet das, nimm dir bewusst Zeit für deine Kommunikation. Schaffe Zeitfenster in deinen Alltag. Sowohl privat wie auch beruflich. Damit du in Ruhe und authentisch deine Botschaft senden kannst.

2. Impuls: Nehme dich bewusst wahr

Wie in jedem Bereich gilt auch hier: Je besser du dich kennst, desto authentischer bist du. Nehme dich in deiner Kommunikation wahr oder frage gute Freunde, wie du auf sie wirkst. Beobachte deine Mimik im Spiegel, während du eine Rede redest. Je vertrauter du mit deiner Sprache, deiner Gestik und Mimik bist, desto eher kannst du dich so nehmen wie du bist. Deine Authentizität  wächst.

3. Impuls: Sei echt

Klingt komisch, ist aber so. Die wenigsten wollen echt sein. Die meisten versuchen in der Kommunikation zu klingen wie wer anders. Warum? Vielleicht damit sie anders wahrgenommen werden oder schlauer klingen als sie sind. Jedenfalls wirken sie dadurch wie ein Clown im Zirkus. Die Maske sitzt, das Gesagte ist witzig, aber ernst nehmen kann sie keiner. Meine Idee für dich: Sei wie du bist. So laut, so leise, so witzig. Benutze deine Hände und Augen. Das alles macht dich zu einem besonderen Menschen. Und genau das will dein Gesprächspartner sehen. Den Menschen hinter der Kommunikation. Trau dich. Du hast nichts zu verlieren.


Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken, Ausprobieren und Erleben.

Für kleine Hilfestellungen in der Umsetzung kannst du dich jederzeit an mich wenden.

Sowohl per Email als auch persönlich bin ich als Unterstützung für dich da.

Das Miteinander darf leicht sein und Kommunikation auch!

Sonnige Grüße

Jana

 

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