Wie die Sichtbarkeit von Gefühlen deine Kommunikation fördert  –  3 Impulse, die du sofort in deinen Alltag integrieren kannst

 

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Letztens auf einem Seminar, stand folgende Redewendung zur Diskussionen:

„Ich fühle mich, als würdest du mir den Boden unter den Füssen wegziehen.“

Diese Redewendung stand nicht inhaltlich zur Diskussion, eher ihr Umgang damit. Ich war im vorangegangenen Punkt meiner Ausführung bei den Gefühlen. Diese kleinen Dinger, die unseren Alltag beeinflussen. Die uns an manchen Tagen das Leben leicht schmecken lassen und an anderen Tagen bitter. Die kleinen Pillen, die unser Miteinander beeinflussen und somit auch unsere Kommunikation.

Gefühle werden gefühlt. Von mir und dir. Von jedem anderes. Auch wenn wir ein gleiches Gefühl benennen, kann es sich für uns unterschiedlich anfühlen. Gefühle sind auf dem ersten Blick nicht sichtbar, nur spürbar. Für den Fühlenden. In seinen Augen, die leuchten. In seiner Stirn, die sich zu Falten legt. In seinen Armen, die sich schützend um seinen Körper legen.


Was sichtbar machen von Gefühlen mit deiner Kommunikation zu tun hat

Die Frage: „Wie geht es dir?“ kann ernst gemeint sein oder nicht. Ob der Fragende wirklich wissen will, wie es dir geht, dass erfährst du nur, wenn du es ihm sagst. Wie aber Trauer, Wut und Glück  benennen, wenn diese Gefühle doch bei jedem anderes wirken? Und was bringt es ehrlich zu sein, wenn das Risiko besteht, dass dein Gesprächspartner das gerade nicht hören will?

Zum einen ist es wichtig für Dich. Wenn du dich gerade mies fühlst, dann kann es sein, dass deine Konzentration gemindert ist. Du kannst dich nicht auf das Gespräch mit deinem Chef fokussieren, weil du an den Stress mit deinem Nachbarn denkst. Somit läufst du Gefahr, wichtige Informationen einfach nicht zu hören. Zu einem späteren Zeitpunkt kann das fatale Folgen haben für dich und deine Arbeit. Ebenso beeinflusst deine Trauermiene das ernste Gespräche mit deinem Partner am Nachmittag. Der nächste Besuch deiner Schwiegereltern kann dir deine derzeitige Stimmung noch mehr verdunkeln und weil du das gerade nicht willst, ist deine Antwort pampiger als sonst. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass deine Gefühle deine Kommunikation beeinflussen.

Zum anderen ist es wichtig für dein Gesprächspartner. Hellsehen und Gedankenlesen gehört noch nicht zu unseren allerbesten Fähigkeiten. Somit kann dein Gesprächspartner nicht spüren, wie es dir gerade geht. Gut, er könnte nachfragen, wenn eine gewisse Gereiztheit im Raum liegt. Aber warum? Weil du es dir wünscht? Letzten Endes sind es immer deine Gefühle. Niemand anders nimmt deine Gefühle wahr – nur du. Niemand anders ist für deine Gefühle verantwortlich – nur du.

Wünscht du dir eine gelungene Kommunikation, dann mach deine Gefühle sichtbar. Zeige dich, mit allem was zu dir gehört. Gerade in Konflikten kann das schwierig sein. Wer will gerne als Weichei dastehen oder seine verletzte Seite zeigen. Allerdings, um was geht es? Um ein wertschätzendes Miteinander und gelingende Kommunikation? Darum, einander zu verstehen und neue Wege aus der Krise zu finden? Oder doch eher um Gewinner und Verlierer? Um die Frage: Wer hat Recht?

Ich glaube, dass es immer darum geht einander beizustehen. In guten und schlechten Zeiten. Die Gefühle und Worte des Anderen auch mal auszuhalten, wenn er oder sie es nicht können. Nebeneinander schweigend zu sitzen und zu wissen, dass das genau das ist, was jetzt gebraucht wird. Im Miteinander geht es immer darum echt zu sein. Sich zu zeigen wie man ist, ohne Angst und Scham. Würde das nicht gehen, dann wäre das Miteinander eine Show und die Kommunikation können wir uns gepflegt sonst wohin schieben.

Wer das eine will, muss das andere mögen – heißt es. Ich finde es besser, wenn wir das eine leben und uns das andere trauen. Immer mehr. Mehr Fühlen. Mehr hinhören. Mehr miteinander reden. Mehr Wertschätzung untereinander.


Meine 3 Impulse, wie Du deine Gefühle sichtbar machen kannst

1. Impuls: Benenne deine Gefühle direkt

Wenn du sehr mit dir verbunden bist, dann fühlst du sofort, wie es dir geht. Ob du traurig bist oder enttäuscht oder irritiert oder glücklich und zufrieden. Du kennst dich und kannst deine Gefühle ganz klar wahrnehmen. In einem Gespräch gibt dir dieses Vertrauen zu dir die Chance, zeitnah deinem Gegenüber eine Rückmeldung zu geben, wie es dir gerade geht. Mit dieser Direktheit bist du stets im Einklang mit dir und dein Gesprächspartner weiß, was dir gerade fehlt oder du brauchst. Mit dieser direkten Art strahlst du Klarheit und Präsenz aus.

2. Impuls: Beschreibe was in dir lebendig ist

Fehlen dir die Worte, für das, was du fühlst, dann beschreibe deine Gefühle. Schildere, wie es dir geht, in dem du benennst wo dein Gefühl sitzt. Sage das du gerade Bauchweh hast, wenn du dich an die letzte Diskussion erinnerst. Das du einen flauen Magen hast, wenn du an deine bevorstehende Ansprache denkst. Oder das du schwitzige Hände bekommst, beim Gedanken an deine erste Verabredung.

Benenne deine körperliche Wahrnehmung. Auf diesem Wege gibst du deiner Kommunikation eine Chance, da deine Gesprächspartner um deine Befindlichkeiten wissen.

3. Impuls: Verwende Redewendungen

Bist du eher der visuelle Typ, d.h. du sprichst gern in Bildern, weil du das Gesprochene dann besser greifen kannst, dann verwende Redewendungen. So, wie die oben genannte. Wenn du sagst: „Ich fühle mich, als würdest du mit den Boden unter den Füssen wegziehen.“ dann gibst du deinem Gefühl ein Bild. Das beutet nicht zwangsweise, dass der Andere weiß, wie es dir geht. Allerdings kann dein Gegenüber anhand des Bildes nachfragen. Oder du nutzt dieses Bild, um ihm zu beschreiben wie es dir geht. Redewendungen sind eine gute Möglichkeit seine Gefühle in Worte zu fassen, wenn die eigenen gerade aus sind. Wenn du im Moment keine andere Handhabe hast, um zu beschreiben wie es dir geht.


Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken, Ausprobieren und Erleben.

Für kleine Hilfestellungen in der Umsetzung kannst du dich jederzeit an mich wenden.

Sowohl per Email als auch persönlich bin ich als Unterstützung für dich da.

Das Miteinander darf leicht sein und Kommunikation auch!

Sonnige Grüße

Jana

 

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