Gefühle steuern deine Kommunikation und 3 + 4 ist nicht 7.

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In der Vergangenheit habe ich den einen oder anderen Artikel zum Thema geschrieben und doch spüre ich, dass darüber noch nicht alles gesagt ist.

Hier kannst du zum Thema nachschlagen:

Wie die Sichtbarkeit von Gefühlen deine Kommunikation fördert

Gefühle in der Kommunikation – Fluch oder Segen?

Die Kommunikation ist ein Kreis 

Soeben habe ich mir warmen Vanillepudding gekocht. Cremig, sahnig und warm. So wie früher als Kind, wenn es draussen stürmte und schneite. Im Moment ist draussen kein Winter und doch braucht es manchmal diesen Input von Aussen, um im Inneren zur Ruhe zu kommen.


Wir verbinden Erlebnisse mit Gefühlen

Wenn wir uns an vergangene Situationen und Momente erinnern, dann springen unsere Wahrnehmungskanal an. Sofort und direkt. Wir riechen den Sommer in Schweden. Wir fühlen den kalten Schnee aus Kärnten. Wir schmecken unsere Hochzeitstorte. Erinnerungen werden in Form von solchen Gefühlen abgespeichert. Das Ganze lagert dann in unserem Unterbewusstsein, bis zu dem Moment, in dem wir uns alte Bilder anschauen oder Geschichten erzählen.  Dann krabbelt dieses abgespeicherte Gefühl vom Unterbewusstsein ins Bewusstsein und wir sind – zack – wieder an diesem magischen Ort.

Solange das positive Erinnerungen sind – alles gut. Was ist mit den weniger guten? Die werden auf dieselbe Art und Weise abgespeichert. Gefühle von Ekel und Scham oder Wut stehen da im Vordergrund.


Gespräche werden mit Gefühlen verbunden

So wie wir Erlebnisse mit Gefühlen verbinden, so verbinden wir Gespräche mit Gefühlen. Da gibt es das Gespräch mit dem Chef, dass sehr positiv verlaufen ist und somit uns die Angst vor weiteren Gesprächen nimmt. Oder das Gespräch mit den Eltern, wenn wir zu spät nach Hause gekommen sind und beim nächsten Discobesuch etwas Magengrummeln verursacht, da wir das Taxi verpasst haben.

Unser Unterbewusstsein möchte uns auf diese Art und Weise nicht nerven. Eher möchte es uns schnell daran erinnern, wie das beim letzten Gespräch war – das Miteinander. Diese Strategie ist sehr hilfreich in Vorbereitung auf kommende Gespräche.


Gute Gefühle = gute Gespräche

Jedes Gespräch ist anders. Das alles ist Tagesform abhängig. Von uns, von unserem Gegenüber, vom Wetter. Es gibt einfach Aspekte auf die haben wir keinen Einfluss. Das gilt es zu akzeptieren. Und doch gibt es immer einen Faktor, den wir beeinflussen können – uns.

Wir können uns beeinflussen. Wir können dafür sorgen, dass es uns gut geht. Das wir positiv und wertschätzend sind.

„Das Ding mit der Selbstverantwortung muss jeder selber machen.“ neulich bei Facebook

Je besser du dich fühlst, desto positiver verlaufen deine Gespräche. Solange wir uns eh zauberhaft fühlen, weil wir gerade die Gehaltserhöhung bekommen haben oder einen Marathon gelaufen sind, ist das alles problemlos. Da verschenken wir gerne Wertschätzung und stehen selbst Konflikten positiv gegenüber.

In diesen Momenten ist es so, als könne uns nichts und niemand unser Gefühl kaputt machen.

Was aber, wenn wir negative Gefühle haben? Was dann?

Dann sind es immer noch DEINE Gefühle. Irgendetwas ist geschehen oder gesagt worden, was diese Gefühle ausgelöst hat. Sei es ein Streitgespräch, eine schlechte Nachricht oder der Stau auf dem Heimweg. Das alles ist nicht schön, aber auch keine Weltuntergang. Die Gefühle sind jetzt gerade da und gehören zu dir.

Das bedeutet, du brauchst niemanden für deine Gefühle die Schuld geben oder deine schlechte Laune weitertragen. Zum einen wird dein Gegenüber eher sauer als verständnisvoll reagieren, wenn du daheim rumbrummst. Zum anderen wird deine schlechte Laune mit dieser Strategie auch nicht besser.

Anderen die Schuld an seinen Gefühlen zu geben und somit an Gesprächen, die eventuell   eskalieren, ist in dem Moment vielleicht der leichtere Weg. Auf Dauer gesehen allerdings sehr kontraproduktiv. Dein Gegenüber wird sich angegriffen fühlen, ebenfalls schlechte Laune bekommen und sich deiner Kommunikation verschließen.

„Wer spricht schon gerne mit einem Grizzlybär auf dem eigenen Sofa?“


Meine 3 + 4 Ideen im Umgang mit deinen Gefühlen

1. Übernimm Verantwortung

  • Es sind deine Gefühle. Egal ob positiv oder negativ, sie gehören zu dir. Auch wenn andere diese Gefühle in dir auslösen, sind es immer noch deine. Das heißt, mache niemanden für deine Gefühle verantwortlich – nur DU bist für deine Gefühle und den Umgang damit verantwortlich.

2. Bereite dich vor

  • Wenn du vor einem Gespräch stehst, dass dir Bauchweh verursacht, dann spüre in dich hinein und kläre das WARUM. War das letzte Gespräch anstrengend und weniger zielführend? Bist du nicht gut vorbereitet oder fehlen dir Informationen? Hast du wirklich Bauchweh und kränkelst? Sobald du das WARUM gefunden hast, bist du der Macher. Jetzt kannst du aktiv dafür sorgen, dass das, was dir Bauchweh bereitet hat, aus der Welt zu schaffen. Zudem bereitest du dich auf das anstehende Gespräch vor. Du bist deinen Gefühlen sozusagen einen Schritt voraus. Vorbereitung gibt Sicherheit. Sicherheit gibt ein gutes Gefühl. Gute Gefühlen machen den Weg frei für gute Gespräche.

3. Sorgen für gute Gefühle 

  • Wenn du spürst, dass du wütend, traurig oder enttäuscht bist, dann kannst du dich dem allen hingeben oder aktiv (in Selbstverantwortung) etwas dagegen tun. Je schneller du Strategien entwickelst, negative Gefühle in positive umzuwandeln, um so größer ist deine Chance, deine Kommunikation bewusst wertschätzend zu gestalten.
  • Hier 4 Ideen:
    • Musik: Mach das Radio lauter, leg deine Lieblingsmusik auf, nimm deine Gitarre. Musik ist ein tolles Mittel um sich schnell abzureagieren und sich positiv von aussen aufzuladen.

    • Lachyoga: Auf Bestellung lachen, klingt im ersten Moment echt schräg. Doch, du bist mies drauf und willst schnell gute Laune – dann lach dich im Spiegel an. Laut oder leise. Lachen befreit und bringt uns der Verkrampfung. Das musst schon die liebe Vera F. Birkenbihl


    • Bewegung: Deine Gefühle werden in jeder einzelnen Zelle abgespeichert. (Körperzellenrock) Du entscheidest, wie. Um nicht das negative Gefühl zu behalten – schüttle es raus. Tanze zum Lieblingslied, laufe 5 km im Wald, springen, schreie – wie auch immer. Lass deine negativen Gefühle raus, damit die guten Gefühle Platz bei dir finden.


    • Reden: Suche dir einen Vertrauten und kotz dich aus. Über den Chef, die Freundin, die Schwiegermutter. Sage alles, was dir auf der Zunge liegt und im Anschluss, reflektiere was geschehen ist. Oft fällt uns in diesen Gesprächen auf, was schief gelaufen ist. Eine Reflexion des eigenen Kommunikationsstils und Wertesystem hilft, seine Gefühle zu verstehen und einen angemessenen Umgang damit zu finden.

  • Sicher: Im Gespräch hast du nicht immer die Chance einen Tanz aufzuführen oder wie blöde vor dich hinzugrinsen. Aber definitiv danach. Danach kannst du all diese Ideen umsetzen. DEIN GEWINN: Dir geht es besser und du kannst im nächsten Gespräch offener sein, weil du nicht in den alten Gefühlen, des vergangen Gespräches festhängst.

Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken, Ausprobieren und Erleben.

Für kleine Hilfestellungen in der Umsetzung kannst du dich jederzeit an mich wenden.

Sowohl per Email als auch persönlich bin ich als Unterstützung für dich da.

Das Miteinander darf leicht und wertschätzend sein, Kommunikation auch!

Sonnige Grüße

Jana

Bildquelle: Avrona

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