Wie viele SMS sind genug?

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Als ich das erste Mal verliebt war, da gab es noch keine Möglichkeit sich technisch schnell zu verständigen. Da wurden noch Liebesbriefe mit Hand geschrieben und dann unter dem Schultisch auf Reisen geschickt. Wie aufregend.

Heutzutage geht sowas ganz schnell. 60 Zeichen als SMS verschickt und schon weiß Schatzi, dass ich an ihn denke. Wer WhatsApp hat, der hat sogar noch mehr Zeichen und kann sofort überprüfen, ob seine Nachricht angekommen ist.

Das Schöne an diesen Nachrichten ist doch, dass wir uns immer wieder in Erinnerung rufen können. Kurz mit einem verliebten Smiley die Mittagspause aufhübschen. Soweit, so gut.

Doch, ab wann ist es zu viel? Ich meine, ab wann wäre es besser die Wahltaste zu drücken und anzurufen? Und ab wann fängt es nur noch an zu nerven?

Wer schon mal per kleiner Nachrichten eine Unterhaltung geführt hat, der weiß, dass am Ende der Odyssey der Daumen weh tun kann. Dieses rumgetippe auf den zu kleinen imaginären Tasten erfordert höchste Konzentration. Ebenso die Wortwahl. Schließlich will man nicht mehr tippen wie nötig. Also wird auf Abkürzungen zurück gegriffen, in der Hoffnung, das der Lieblingsmensch am anderen Ende diese auch zu entschlüsseln weiß.

Und dann dieses stetige Gepiepe. Je nach Auswahlton brummt oder singt oder wackelt dein Handy. Das mag am Anfang noch nett klingen, doch irgendwann nervt es. Schließlich wirst du jedes Mal aus deinem Tun herausgerissen. Egal ob Hausaufgaben oder Hausarbeit, die Gefahr das der Haussegen irgendwann schief hängt ist groß.

Wären wir nicht von Natur aus neugierig (ich glaube, solche Menschen soll es geben) könnten wir damit resoluter umgehen. Da aber dieser angeborenen Instinkt da ist, luchsen wir regelmäßig am Handy vorbei. Das kostet uns jedes Mal Zeit. Nicht nur das anmachen und lesen. Nein, auch das Verstehen und Antworten.

Seit es diese blauen Häkchen hinter der Nachricht gibt, wissen wir, das sie nicht nur zugestellt ist, sondern auch gelesen wurde. Somit ergibt sich der Druck von selbst, sofort antworten zu müssen. Schließlich wollen wir nicht für einen schlechten Lieblingsmenschen gehalten werden.

Oh Mann! STOPP!

Durchatmen. Blick aus dem Fenster! Ins Grüne.

Ich nehme mich nicht aus. Auch ich liebe diese Nachrichtendienste. Die schnelle Art der Kommunikation. Sozusagen ‚Kommunikation to go‘ 😉 Doch eins dürfen wir dabei nicht vergessen: Es sind nur Buchstaben auf einem Display. Wirkliche Kommunikation findet im realen Leben statt. So mit anschauen und anfassen und fühlen. Nichts gegen die kleinen digitalen Liebesbriefe, doch auch hier bestimmt, wie so oft im Leben, die Dosis den Geschmack.


Meine Ideen dazu

  1. Schicke kleine Botschaften via Handy, nutze zeitgleich die analogen. Ein Liebeszettel hier, eine versteckte Botschaft im Bad dort – dein Lieblingsmensch wird überrascht sein.

  2. Bevor lange Diskussionen via Tippen entstehen – nimm den Hörer in die Hand. Zum einen ist es persönlicher, direkter und schneller.


  3. Sei dir bewusst, dass gelesene Worte immer anders aufgenommen werden, wie gesprochene. Das liegt daran, dass Gestik und Mimik fehlen. Die Gefahr von einer Kommunikationsstörung und Missverständnissen ist hoch.

 


Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken, Ausprobieren und Erleben.

Für kleine Hilfestellungen in der Umsetzung kannst du dich jederzeit an mich wenden.

Sowohl per Email als auch persönlich bin ich als Unterstützung für dich da.

Das Miteinander darf leicht und wertschätzend sein, Kommunikation auch!

Sonnige Grüße

Jana

3 Gedanken zu “Wie viele SMS sind genug?

  1. lydiaswelt schreibt:

    Ich finde Nachrichten vor allem dann hilfreich, wenn Zahlen im Spiel sind. Ein Datum, eine Uhrzeit, eine Telefonnummer, die ich übermitteln möchte. Und natürlich schreibe ich meinen Kindern gerne Nachrichten, wenn ich weiß dass sie in der Schule sind und nicht telefonieren können. In der Regel sind es Absprachen wie: ich bin später zu Hause oder wie lange hast du Schule?

    Für blinde Menschen wie mich ist E-Mail ein absoluter Segen. Das geht für mich schneller und ich brauche keine fremde Hilfe dafür, um einen Brief der als E-Mail kommt zu lesen.

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  2. Ilanah schreibt:

    Ich bin eher noch altmodisch unterwegs.
    Habe ein ganz altes Handy, das ich aber so gut wie nicht zum Telefonieren nutze, da habe ich mein Festnetz.
    Wenn ich unterwegs bin, gehe ich nicht ans Handy, wozu auch.
    Handy nutze ich für Notfälle, um die Polizei oder die Feuerwehr zu rufen.

    Für Kinder, die heute großwerden ist es normal, ein Handy zu haben.
    Ich selbst bin ohne Fernsehen und ohne Telefon aufgewachsen, wenn wir einen Arzt rufen wollten, dann musste jemand mit dem Fahrrad zur Telefonzelle radeln. Wobei ich auch einige junge Eltern kenne, die bewusst mit dem Handy umgehen, telefonieren auch über Festnetz, die Kinder schauen sich das ab und wollen gar kein Handy, aber das ist eher die Ausnahme.

    Ich bin auch sehr rigoros, wenn Leute ständig am Handy sind.
    Wenn ich mit jemand zum Essen verabredet bin und derjenige ständig aufs Handy starrt oder darauf rumtippselt, dann stehe ich auf und gehe, wortlos und lasse ihn mit Rechnung und zwei Essen sitzen (Wobei ich beim ersten Mal Bescheid sage, dass ich das nicht mag, dass ich es als respektlos empfinde, wenn ich mit jemanden verabredet bin und derjenige „unterhält“ sich ständig mit anderen). Und wenn es beim zweiten Mal immer noch so ist, wie gesagt, dann stehe ich wortlos auf und gehe.

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