Verbiege dich nicht für Andere

frau rücken

Wer sich für Andere verbiegt, wird irgendwann ganz krumm dastehen.

Wie oft treffen wir Entscheidungen in unserem Leben, weil wir von der Richtigkeit überzeugt sind.

Und wie oft treffen wir Entscheidungen, weil wir es anderen Menschen recht machen wollen?

Ich hab da keine genauen Zahlen, doch ich glaube, dass der Anteil der Entscheidungen im Sinne für die Anderen höher ist, als der Teil, der nur für uns ist.


Warum ist das so?

Als Frau in der heutigen Gesellschaft gibt es einige Ansichten, die es als Frau von heute zu tun gilt.

Wie eine Art Richtlinie oder Empfehlung. Als wüssten wir Frauen sonst nichts mit unserem Leben anzufangen. Und als wäre das nicht schon unverschämt genug, widersprechen sich die meisten dieser Ideen. Sie sind einfach nicht schlüssig und stürzen viele Frauen in Konfliktsituationen mit sich selbst.

Als Frau musst du dem Schlankheitsideal entsprechen und gleichzeitig eine wunderbare Köchin sein.

Du solltest eine Karriere anstreben und für Nachwuchs sorgen.

Dein Ehemann solltest du hegen und andere soziale Verbindungen pflegen.

Eigenes Geld verdienen und für sich selber sorgen.

Die Welt bereisen und den Vorgarten bepflanzen.

Die Liste ist lang und wir Frauen tragen das Risiko, genau darin zu versinken.

Weil: Nicht nur die Ansprüche die an uns herangetragen werden, wollen umgesetzt werden. Zusätzlich gibt es noch die kleinen Meinungen von unseren lieben Mitmenschen. Sei es die eigene Mama, Schwiegermutter, Freundin oder Kollegin. Wir sind sozusagen umgeben von der Meinung andere Menschen – vorzugsweise Frauen. Denn sich mit anderen Frauen zu vergleichen oder ihnen gerecht zu werden oder ihnen zuzuhören ist wie eine Sucht. Dem zu widerstehen kostest Kraft und Anstrengung und ganz ehrlich, wer will diese aufbringen, wenn der Alltag schon an sich eher grau und trist ist?

Sich da in eine Box zurückzuziehen, dass kann eine Lösung sein. Schließlich ist es da schön trocken und warm. Und wenn wir immer das machen, was Andere von uns erwarten, dann brauchen wir nicht mal selber nachdenken und handeln. Schließlich arbeiten wir nur das ab, was eh schon da ist. Zusätzlich kostet es scheinbar kaum Energie, weil wir ja niemanden haben der dagegen ist.

Das einzige wirkliche Problem an dieser Strategie ist, dass du dich so für Andere verbiegst, dass du am Ende ganz krumm da stehst. Du hast den kaputten Rücken und bekommst keine Luft mehr. Nach ein paar Jahren wirst du dich fragen, was du da eigentlich treibst. Meistens dann, wenn es dir wirklich dreckig geht. Dabei geht es gar nicht um die miese Partnerschaft oder den bescheidenen Job oder die Kinder die aus dem Ruder gelaufen sind. Eher geht es da um deine Dauermigräne, deine Magenschmerzen oder deine Nackenprobleme.


Wie kommst du daraus?

Eigene Ziele zu haben, eigene Version und Vorstellungen vom Leben – das ist ein tolles Ding. Zum einen wirst du damit zum Gestalter deines Lebens und lebst nicht das Leben einer anderen Person. Zum anderen bist so ein Mehrwert für Andere, die sehen und lernen, was es heißt, eigene Entscheidungen zu treffen und umzusetzen.

Das das nicht immer einfach ist, weil wir dann einfach auffallen und damit vielleicht aus dem Rahmen fallen – nun ja, dass ist das Risiko dabei.


Ist es wirklich ein Risiko?

Laut Definition bedeutet Risiko, dass wir ein Wagnis eingehen mit ungewissem Ausgang. Dabei kann es zu einem Misserfolg oder einem Verlust kommen. Das Ergebnis kann negativer sein als jemals befürchtet. Die Frage die jetzt in Raum steht ist:

Was ist das größere Risiko? Eigene Entscheidungen treffen und dabei vielleicht Freunde und Familie vor den Kopf stoßen ODER keine eigenen Entscheidungen treffen, sich für andere verbiegen und am Ende des Lebens feststellen, dass du es dir so nicht gewünscht hast?

Welches Risiko ist höher? Mit welchem Ausgang kannst du leichter leben?

Meine Meinung ist, dass wir Frauen auf dieser Welt sind, um genau diese mit unseren Gaben zu bereichern. Wir sind hier, um gemeinsam zu wachsen und die Welt zu gestalten. Deshalb sind wir so viele. So verschieden. Deshalb gibt es so unterschiedliche Ansätze – als Frau, als Mama zu leben.

Alles Liebe,

Eure Jana

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