Verlasse deine Mamabox

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Verlasse deine Box. Verlasse deine Mamarolle. Verlasse dein bisheriges Leben.

Ich meine es ernst, wenn dich alles gerade nervt – dann lass los. Schließlich hast du nur ein Leben und das kannst du in jeder Sekunde deines Lebens neu ausrichten und neu gestalten. Du bist der kreative Kopf deines Lebens.

Auch bei mir gibt es Situation, da ist das eine sehr verlockendes Aussicht. Die Kinder lass ich bei meinem Partner oder aber ich geb sie zur Adoption frei. Eine Möglichkeit dessen wird sich finden. Dann nehme ich mein nicht erspartes Geld und geh nach Chile oder Panama oder Australien. Ein Land mit viel Sonne und netten Menschen, die viel Leichtigkeit ausstrahlen. Grandiose Aussichten.

Weil, ganz ehrlich – Mama sein ist echt anstrengend. Das hat mir am Anfang irgendwie niemand gesagt oder ich hab einfach nicht gut zugehört. Ständig diese Verantwortung. Ständig dieses Entscheiden. Ganz besonders, wenn die Kids noch klein sind und null Chance auf Kommunikation besteht. Das wird im Laufe der Entwicklung nicht besser. Denn auch wenn sie dann kommunizieren können, bedeutet das niemals, dass du dasselbe willst wie deine Kinder. Oder umgekehrt. Und wenn dann noch Druck von Aussen kommt – tja, bevor du platzt – geh wohin du willst.


Ist es wirklich das, was du willst?

So verführerisch ich das finde, so unmöglich ist die Umsetzung für mich. Schließlich habe ich mich bewusst für meine Kinder entschieden. Vielleicht nicht immer für die Wutanfälle und Schmollattaken. Doch den ganzen anderen Rest auf jeden Fall. Ich möchte meine Kinder aufwachsen sehen. Erleben wie sie ihr Leben gestalten. Mit welchen Menschen sie es teilen und ob vielleicht doch die eine oder andere Idee von mir übernommen wurde.

Deshalb ist es so so wichtig, sich eben nicht in eine Box von Rollenklischees und Erwartungen pressen zu lassen. Sondern seine eigene Definition zu finden, damit am Ende die Kinder eben nicht ausgesetzt werden.


Was ist deine Vision?

In der Schule lernen wir viele Dinge. Dinge, die ich für sinnvoll erachte und Dinge, die ich seitdem nie wieder gebraucht habe. Wie dem auch sei, es ist auf jeden Fall eine gute Basis und doch wäre es klug sich mit lebensnahen Themen zu beschäftigen. Und das nicht erst, wenn wir in der jeweiligen Situation stecken.

Ich erinnere mich da an meinen ersten und einzigen Geburtsvorbereitungskurs. Ich saß da voller Erwartungen auf das freudige Ereignis im Kreis mit anderen werdenden Mamas und ließ mich berieseln. Davon, dass ich bei der Geburt gefühlt nur dreimal atme und mein Kind dann förmlich aus mir heraus gleitet und anschließend friedlich schlummernd in seinem Bettchen liegt.

Dass das alles auch anders enden kann und mein Kind nicht nur friedlich vor sich hingluckst, dass kam nicht wirklich vor in dieser Runde.

Vielleicht ist es ja auch gut so, dass wir vorher nicht wirklich eine Ahnung haben. Weder von den Schmerzen bei der Geburt. Weder von den schlaflosen Nächten. Noch von den Auseinandersetzungen und Reibungspunkten je älter sie werden. Doch clever wäre es gewesen – zumindest mal kurz daran zu denken, dann ist der Überraschungsmoment in der Realität nicht gar so hart.

Was mich am meisten frustriert hat, war die Tatsache, dass ich neben meinen Kindern gerne Zeit für mich haben wollte. Ich dachte die ganze Zeit, ich sei falsch und liebe meine Kinder nicht arg genug. Doch, dass es verschiedene Ansichten von der Mamarolle gibt und ich gerne meine eigene finden und leben darf – das habe ich erst später verstanden. Erst dann, als meine Geduld oft alle war und ich nicht mehr mit meinen Kinder auf dem Boden robbend spielen wollte. In den Momenten wurde mir klar – ich brauche Zeit für mich, mit Dingen die mich befriedigen, damit ich wieder Lust habe, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen.


Keine Mama sollte sich je schuldig fühlen

Egal ob wir uns für oder gegen das Mamasein entscheiden. Es ist unsere Entscheidung.

Genauso wie wir entscheiden, was für eine Mama wir sein wollen. Ob wir Vollzeit oder Teilzeit arbeiten gehen. Ob wir kochen oder Essen bestellen. Bei all diesen Fragen gilt nur ein Indikator: Tut es dir und deinen Kindern gut?

Keine Mama sollte sich je schuldig fühlen oder das Gefühl haben, etwas zu verpassen. Jede Mama sollte sich am Ende ihres Lebens fragen, ob es das war, was sie sich am Anfang gewünscht hatte.

Ich wünsche mir, dass jede Mama ihre Vision findet und lebt. Damit am Ende alle glücklich sind.

Alles Liebe,

Eure Jana

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