Vergleichen ist wie sterben

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Ich gebe es zu, ich treibe Sport. Nicht nur für meine Gesundheit, sondern auch für eine körperliche Veränderung. Ich mein, andere Mamas bekommen das doch auch hin. Sport, gesunde Ernährung, Kindererziehung und Haushalt. Dann noch eine wertvolle Partnerschaft mit intelligenten Gesprächen und ausreichend Sex. Kann ja nicht so schwer sein, oder?

Auf meinem Lebensweg schaue ich gerne nach links und rechts. Ich schaue gerne bei anderen Menschen vorbei. Bin gespannt auf ihre Geschichten. Auf ihre Erfahrungen. Was sie gesehen und erlebt haben. Ich liebe den Austausch, denn meistens kann ich immer irgendwas für mich mitnehmen. Wenn es nur das wäre, der Austausch und das Miteinander, dann wäre ja alles schick. Doch irgendwie passiert es dann doch, dass wir heimlich abchecken, wie wir im Vergleich abschneiden. Und dabei wissen wir alle, dass der Vergleich den eigenen Tod bedeutet, weil wir immer jemanden finden, der besser ist als wir.

Schöner, reicher, kreativer.

Und ja, sich nach oben hin zu orientieren macht Sinn, wenn wir unser Leben einen neuen Schliff verpassen wollen. Doch wenn wir uns nach oben orientieren und uns dann mies fühlen, dann kann es nicht der richtige Weg und Blick sein. Logisch, oder?

Ich weiß, dass Vergleiche nicht förderlich für das Selbstwertgefühl sind – zumindest solange nicht, bis wir unseren Selbstwert erkannt haben. Doch dann brauchen wir gar keine Vergleiche mehr, weil wir uns dann nur noch mit Menschen umgeben, die uns inspirieren und fördern.

Doch warum machen wir das dann? Das Vergleichen?

Weil es eine tolle Möglichkeit für unseren Verstand ist, im außen unterwegs zu sein. Wir schauen bei anderen, statt bei uns. Wir hören auf andere, statt auf uns. Würden wir auf uns hören, dann hätten wir gar keine Zeit und Aufmerksamkeit uns mit anderen zu vergleichen.

Wir würden uns wahrnehmen. Schauen wie es uns geht und fertig. Und wir würden maximal uns mit unserem gestern vergleichen, wenn überhaupt. Wir würden aufhören zu jammern und das, was nicht passt ändern. Wir würden einfach unser Leben voller Eigenverantwortung leben.

Solange wir im Vergleichen stecken, stecken wir in der Komfortzone und in der Passivität.

Ganz ehrlich, dafür ist mir mein Leben viel zu wertvoll, als das ich das zulassen würde.

Alles Liebe,

Jana

Ein Gedanke zu “Vergleichen ist wie sterben

  1. Karin Tesar schreibt:

    Danke mal wieder für diesen wunderbaren Text. Ich kann mich noch gut erinnern als im Mama wurde. Da lag ich im KH in einem Zimmer mit einer Frau, die ihre Milch für andere Kinder abgepumpt hat weil ihr Kind noch zu schwach war um an der Brust zu trinken. Nebenbei hat sie Geschäftstermine übers Handy gecheckt und hätte wahrscheinlich noch den das KH gemanagt wenn das erlaubt gewesen wäre. Ich daneben war komplett überfordert mit meinem Leben, mit den Schmerzen nach der Geburt, der Müdigkeit, der neuen Aufgabe und und und … Das war per se schon schwierig genug und dann der Vergleich mit der Zimmergenossin hat mir den Rest gegeben. Das ist jetzt knapp 15 Jahre und viel Entwicklung meinerseits her. Vergleich ist immer noch eine meiner „Schwachstellen“ aber ich kann schon viel bewusster und dadurch entspannter damit umgehen.
    Liebe Grüße 🧡

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