Lasst uns von unseren Kindern lernen 

Kinderspielzeug

Kinder und Eltern – eine Kombination, die nicht immer leicht ist. Und das meine ich von beiden Seiten betrachtet.

Wenn wir mit dem Gedanken spielen, Kinder in unser Leben zu lassen, dann sind da diese Ideen. Ideen, welche Werte wir ihnen mitgeben wollen. Ideen, wie wir unsere Freizeit miteinander verbringen werden. Ideen, was aus ihnen werden kann, wenn sie alle Möglichkeiten ausschöpfen.

Auf denn unterschiedlichsten Wegen können Kinder zu uns kommen:

  • Sei es, durch eigene Fortpflanzung
  • Sei es, durch Adoption und Pflegschaft
  • Sei es, durch ein Patchworkleben
  • Sei es, durch Tante/Onkel – sein und/oder Patenschaften
  • Sei es durch den Job (Erzieher, Pädagoge, Arzt)

Viele Wege führen nach Rom und viele Wege bringen uns mit Kindern in Kontakt. Und selbst wenn wir keine eigene Beziehung zu Kindern haben, so begegnen sie uns doch im Alltag. Auf der Strasse, in Bus und Bahn, im Hausflur. So richtig sind wir nie ohne Kinder, auch wenn es Menschen gibt, die das gerne glauben wollen. Kinder sind allgegenwärtig und unsere Zukunft. Darüber brauchen wir nicht diskutieren. Das ist so!


Kinder – ein spannendes Projekt

Ein Leben mit Kindern ist spannend und nervenaufreibend zugleich. So sehr wir die Zeit mit ihnen geniessen, so sehr geniessen wir auch die Zeit ohne sie. Das ist nicht schlimm oder verwerflich, sondern menschlich.

Warum ist das Leben mit Kindern so anders? Weil sie uns immer wieder auf uns zurückwerfen. Alles was sie tun oder eben nicht tun, dass macht was mit uns. Entweder sind wir mega stolz auf sie, weil sie Dinge geschafft haben, die wir ihnen nicht zugetraut hätten. Oder wir sind mega stolz auf sie, weil sie Dinge geschafft haben, die wir uns in ihrem Alter nicht getraut haben. Ebenso können sie uns an manchen Tagen den letzten Atem rauben, mit ihren vielen Fragen, auf die wir keine Antwort wissen. Oder sie rauben uns den letzten Atem, weil sie ihren Kopf und ihre Meinung durchsetzen wollen. Was wir ja auch – an sich – gut finden, nun in diesem Moment eben nicht. Und auch nicht in dieser Situation.


Kinder und Kommunikation

Sprachlich achten wir auf jedes Wort. Was sagen sie. Wie sagen sie es. Wie groß ist ihr Wortschatz. Wir vergleichen vielleicht mit Lehrbücher oder anderen Kindern. Wir wollen, dass sie sich altersgerecht entwickeln. Wir wollen, dass sie ordentlich sprechen. Aber was ist ordentliches Sprechen? Bitte und Danke sagen ist die oft gehörte Antwort. Ebenso das Siezen, ganze Sätze, keine Fluchwörter und schon gar nicht so reden, wie es vielleicht die Eltern und die Umwelt machen. Das die Kinder von den Eltern und der Umwelt lernen, dass vergessen viele. Das die Kinder intuitiv wissen, welche Worte angebracht sind und welche nicht – das trauen viele ihren oder den Kindern erst gar nicht zu. Ebenso werden unsere Kinder unterschätzt im Umgang mit Konflikten.


Kinder als Vorbilder

1. Vertraut euren Kindern

Das was in jedem Erziehungsratgeber steht, das bringe ich hier gern noch mal an. Vertraut euren Kindern.

Darin, dass sie wissen was Bitte und Danke ist.

Darin, dass sie ganze Sätze sprechen, wenn es drauf ankommt.

Darin, dass sie ihre Konflikte lösen werden und können.

Darin, dass sie ihren eigenen Kommunikationsstil finden werden.

Kinder lernen – immer und überall. Und wenn es dir als Elternteil wichtig ist, dass dein Kind ordentlich redet, dann spürt dein Kind das. Es wird wahrnehmen, wie du kommunizierst und es dir gleich tun. Ebenso wird es sehen, wie du mit Konflikten umgehst und mit welcher Strategie du sie löst.

2. Beobachtet sie ohne zu bewerten

Kinder zu beobachten ist eine feine Sache. Das Alter spielt da (in meinen Augen) keine Rolle. Zu beobachten wie ein Vorschulkind ein Konflikt klärt, zu beobachten wie ein Pubertär mit dem ersten Liebeskummer umgeht. Zu beobachten ohne zu bewerten eröffnet uns – als Erwachsener – neue Wege. Sowie unsere Kinder von uns lernen, so haben wir die Chance durch und mit unseren Kindern von ihnen zu lernen.

3. Lernt von ihnen

Kinder haben etwas, was wir als Erwachsene auf dem Weg dorthin verlieren: Leichtigkeit und Unbefangenheit. Kinder denken nicht erst über ihre Worte nach oder ob sie das andere Kind ansprechen wollen. Sie tun es einfach. Auch wenn es dann gestammelt ist oder die richtigen Worte nur Silben sind. Sie tun es trotzdem. Sie verstecken sich nicht hinter Ausreden, warum der Gegenüber nun gerade nicht angesprochen werden kann. Sie haben keine Bilder im Kopf, was jetzt schief gehen könnte. Sie tun es einfach. Auf das was dann geschieht reagieren sie. Konflikte sind schnell gelöst und die Entschuldigung wird – ohne nachtragen – angenommen.

Kinder sind klar und direkt. Sie fragen was sie eben wissen wollen und tun kund was sie gerade bewegt. Sei, dass sie im Restaurant brüllen, weil sie nun Pipi machen gehen. Oder, dass sie im Bus fragen, warum die Frau so dick ist. Wir – die Erwachsenen – sind dann peinlich berührt, weil ..? Ja, warum eigentlich? Diese heimlichen Fragen haben wir doch auch im Kopf, wenn wir andere Menschen sehen. Klare Aussagen über unsere anstehenden Bedürfnisse trauen wir uns nicht zu sagen, weil man das eben nicht macht. Mit dieser Klarheit und Direktheit sorgen die Kinder für sich. Sie erfüllen sich ihre Bedürfnis nach Neugier, Wissen und Austausch sofort. Sie sind noch nicht zurecht gestutzt, so wie wir.


So wie unsere Kinder – egal in welchem Kontext – von uns lernen, so können wir auch von ihnen lernen. Die Leichtigkeit, die Unbefangenheit wie sie mit anderen ins Gespräch kommen. Wie sie Konflikte angehen. Mit welchen Worten oder auch nicht Worten (nonverbale Kommunikation) sie andere Menschen trösten oder in schwierigen Zeiten zur Seite stehen. Wie selbstverständlich sie in manchen Situationen genau die richtigen Fragen stellen.

So wie wir Vorbilder sind, so sind es die Kinder auch für uns. Wir sind eine Gemeinschaft in der Geben und Nehmen wichtige Bestandteile sind.

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade von Jörg Unkrig zum Thema „Vorbilder“. Inspiriert durch Denkanstösse die mich per Mail erreichten. Danke dafür.


Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken, Ausprobieren und Erleben.

Für kleine Hilfestellungen in der Umsetzung kannst du dich jederzeit an mich wenden.

Sowohl per Email als auch persönlich bin ich als Unterstützung für dich da.

Das Miteinander darf leicht sein und Kommunikation auch!

Sonnige Grüße

Jana

Bildquelle: www.pixabay.de

4 Gedanken zu “Lasst uns von unseren Kindern lernen 

  1. Pingback: Vorbilder | Mixup

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